Zwiespalt – Gedanken Teil 2

Noch immer befinde ich mich in einer Phase des alles in mich hineinstopfens. Nein, nicht alles – nur Essen. In riesigen Mengen. Nein, das ist definitiv nicht übertrieben.

Ich stecke in einem totalen Zwiespalt. Auf der einen Seite ist es so, dass ich ja gesund werden/sein will. Ich will Spaß und Genuss in gigantischen Mengen. Ich will leben, feiern, lachen, traurig sein, singen, schweigen – eben ganz normal sein. Der Wille, so zu sein ist groß und er wächst -soweit ich das beurteilen kann- stetig. Deshalb auch diese Fresserei. Aber das hatten wir ja im vorigen Beitrag schon.

Auf der anderen Seite aber muss ich ehrlich sein und die Wahrheit ist: ich vermisse Ana. Ich sehne mich sogar nach ihr. An manchen Tagen mehr an manchen Gott sei Dank weniger. An manchen Tagen verfluche ich sie auch. Aber die Tage, wo ich sie vermisse, häufen sich in der letzten Zeit. Und je mehr ich sie vermisse, desto mehr esse ich. Wie paradox ist das? Ich verstehe es noch immer nicht.

Ich will gar nicht alles in mich hineinstopfen. Das ist ekelhaft und das ist einfach mal nicht nötig. Andere brauchen das Essen und ich verfluche es.

Wenn ich Ana doch so sehr vermisse, wieso gelingt es mir nicht, wieder in ihre Arme zurück zu kehren? Wieso schaffe ich es nicht, was ich über Monate hinweg mit einer Leichtigkeit geschafft habe?

Klar, mit Logik lässt es sich in einem Satz begründen: Weil Herz & Hirn endlich verstanden haben, dass Ana böse ist.

Doch diese Begründung reicht mir nicht, so lange ich mich noch so ekelhaft dick und widerlich fühle…

Ich bin scheinbar in einem Zwiespalt. Die eine Seite überwiegt mit Taten die andere mit Gedanken. 

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Ein Kommentar

  1. Geliebtes Du,

    noch lange wird unser Weg steinig und schwer sein… erinnerst du dich noch, was sie im TWW immer gesagt haben? „Es hat Sie so lange Zeit gekostet, sich in diese Krankheit hinein zu manövrieren, mindestens genauso lange brauchen Sie auch, um wieder heraus zu kommen.“

    Und ja – ich muss leider sagen: das ist wahr. Wie könnten wir uns auch nach so vielen Jahren der Lieblosigkeit ganz plötzlich selber lieben? Wie könnten wir nach jahrelanger Unachtsamkeit uns gegenüber plötzlich für uns sorgen? Wie könnten wir uns plötzlich gnädig von Außen betrachten, wenn wir uns immer verurteilt haben? Ein Ding der Unmöglichkeit!

    Seit 8 Monaten gehe ich nun ewig bergauf und bergab….bin glücklich, bin traurig….mag mich, hasse mich….habe Zutrauen in mich selbst, zweifle mich an….bin fröhlich, bin depressiv…. und was ist mein Grund um weiter zu machen? ICH WILL LEBEN, VERDAMMT! Und mittlerweile würde ich alles auf mich nehmen um dieses Ziel zu verwirklichen. Weil mir die vielen wertvollen Momente die ich jeden Tag erleben darf, viel zu kostbar sind um sie wegzuschmeißen. Weil mein Leben mir zu kostbar ist um es wegzuschmeißen.

    Und deshalb lebe ich mein Motto: „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden!“ Hell yes, I do! Und ich bin stolz darauf, dass du es genauso machst… Ich liebe dich! ❤

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