Neuanfang

Schon oft gehört. Schon oft gelesen. Schon oft geplant. Schon oft gesagt. Schon oft versagt.

Wie zieht man so einen Neuanfang durch, wenn man von alten Mustern geplagt ist? Dass man sie durchbrechen kann, habe ich mir sagen lassen. Dass ich sie ziehen lassen muss, wurde mir gesagt. Dass ich mir Ersatz für bestimmte alte Gewohnheiten suchen muss, wurde mir ebenfalls gesagt.

Ich habe das schon oft versucht und irgendwie bin ich immer wieder meinen alten Mustern verfallen. Doch ich möchte das nicht mehr. Mir gefällt der Gedanke nicht, dass ich immer wieder an ihnen festhalte und ihnen immer wieder verfalle. Ich will und kann doch nicht mein ganzes Leben damit verschwenden, mich in alten Gewohnheiten zu wiegen, nur weil mich irgendetwas vor dem Neuen hemmt. . . ich habe schon oft genau auf die Falschen vertraut. Was hemmt mich also, Neuem zu vertrauen?

Ja, ich habe große Angst, was wohl in der Zukunft kommt und ich habe noch größere Angst davor, es nicht zu schaffen und wieder zurückfalle. Mich wieder mit falschen Menschen einlasse, mich wieder mit falschen Essgewohnheiten wohl fühle. Aber ich habe nichts zu verlieren. So simpel habe ich das bisher nicht gesehen. Ein Satz, der viel Gewicht hat. Ich habe nichts zu verlieren. Stimmt. Alles habe ich aufgegeben, was ich noch so aus der Vergangenheit hatte. Zumindest materiell. Gedanklich lässt mich die Vergangenheit nicht los. Im Gegenteil – sie zieht mich quasi immer wieder in ihre Fesseln und ich entkomme ihnen nicht. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich schon alles versucht habe, ihnen zu entkommen.

Vielleicht probiere ich es jetzt einfach mal anders. Ich mache mir keinen Druck. Ich plane nicht. Ich versuche, den Kontrollzwang abzuschütteln.

Was habe ich schon zu verlieren?

Ich könnte etwas schönes bekommen: einen Neuanfang.

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