Liebe. Schenken.

Jetzt an Weihnachten wird gefühlt so viel Liebe, so viel Zuneigung geschenkt, wie das ganze Jahr über sonst nicht. Weil es in uns drin ist, dass Weihnachten das Fest der Liebe ist und weil man da Menschen trifft, die man zum Teil das ganze Jahr nicht sieht. Familien kommen zusammen, genießen ein paar Stunden/Tage miteinander und sind auf Harmonie untereinander bedacht. Auch wenn Weihnachten mit der ganzen Familie zum Teil für viele Menschen sehr anstrengend sein kann bzw. ist und Stress oft unvermeidbar ist, möchte ich behaupten, dass es trotz der einzelnen Macken, die Onkel Günter, Opa Willy und Cousine Tanja an den Tag legen, doch wichtig, schön und unverzichtbar ist, gerade mit ihnen diesen schönen anstregenden Stress zu teilen. Alle sitzen gemeinsam am Tisch; es wird durcheinander gesprochen, Weinflaschen werden geleert, man diskutiert über Erfolg im Job, gesprengte Geldautomaten in der Stadt, Beziehungen und Kindererziehung… scheußlich anstrengend und doch insgeheim herrlich inspirierend.

Diese besondere Magie, die Weihnachten in Bezug auf Harmonie, Gemütlichkeit, Vorfreude, Liebe, Glanz und Miteinander hat – diese Magie bedeutet für mich viel. Es mag noch so kitschig in mancherlei Augen erscheinen, aber diese Magie hat was. Und sie funktioniert – in Filmen, Traditionen, Liedern – also muss auch irgendwie etwas dran sein.

Warum schenken oder bewahren wir uns dann diese Magie nicht auch im Alltag  das ganze Jahr über? Ich sehe ein, dass es dann nichts besonderes mehr wäre zu dieser ganz speziellen Zeit und ich bin stark dafür, dass gewisse Weihnachtstraditionen innerhalb jeder eigenen Familie oder Freundeskreis beibehalten und celebriert werden sollen. Aber es geht doch letzten Endes um den Kern – die Liebe und Innigkeit. Und ich finde, dass dieses Gefühl auch ruhig intensiver und bewußter gelebt werden darf. Nicht nur, weil Weihnachten ist. Ich möchte den Menschen, die mir etwas bedeuten dies auch in anderen Zeiten zeigen.

Zu Weihnachten kümmern sich die Menschen umeinander. Es werden zahlreiche Specials für Obdachlose und Flüchtlinge organisiert, wir spenden mehr, schreiben Karten an Menschen, die nicht in unserer Nähe sind. Handschriftliche Karten meine ich – ist heute nicht mehr selbstverständlich. . . für mich ist eine handschriftliche Karte auch im Frühjahr oder Herbst etwas ganz besonderes. Die „Mühe“, die sich jemand für mich in dem Moment macht, spricht mich an. Eine What´s App Message zu versenden, dauert im Prinzip nicht viel weniger, und doch besiegen die Tannenbaum- und Kussmund-Emojis den mit der Hand gemalten kleinen Stern auf der Postkarte…

Ich gebe einem Obdachlosen auch gerne im Sommer ein Brötchen – der Hunger ist der gleiche wie zur Weihnachtszeit. Wir haben letzten Endes alle Hunger – Hunger nach Nahrung, aber auch nach Liebe, Respekt und Wertschätzung.

Die kleinen Dinge, wie das Brötchen oder die handgeschriebene Karte, sind wertvoll. Immer – zu jeder Zeit. Ich behaupte, für jeden.

Liebe kann man das ganze Jahr über in den verschiedensten Formen und Ausdrucksweisen verschenken. In der puren Form der Zuneigung, in der Form von Vertrauen, in der Form von Sein-Lassen und Akzeptieren… Es gibt tausend Dinge, die ich gern nennen würde.

Also, schenkt euch Liebe. Nicht nur zu Weihnachten.

 

 

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