Selflove

Ich habe vor einiger Zeit schon mal über Selbstliebe geschrieben. Ein Thema, mit dem man bzw. hier explizit ich, oft konfrontiert werde.

Kann mir bitte mal jemand erklären, wie das funktioniert? Selbstliebe. Selflove. Hier ein Zitat, da 100 Quotes, schlaue Posts auf Facebook, Instagrambilder mit happy aussehenden, peace-zeigenden, stylisch gekleideten jungen Frauen im Spiegel – Bildunterschrift: #selflove #happy.

Schön. So einfach ist das also? Wieso gibt es dann Tausende von Coachings, die sich um das Thema drehen, wieso sprechen das 90% aller Therapeuten an, wenn es doch so #easy ist, sich selbst zu lieben. Damit sollte sich doch dann wohl kein Geld mehr verdienen lassen oder Therapiestunden wären überflüssig.

Wieso fällt es mir so schwer, mich selbst richtig zu lieben? Wieso lasse ich mein Sein und meinen Alltag immer durch meine Vergangenheit bestimmen und wieso kann ich nicht einen Cut machen und neu anfangen – #newbeginnings…? Das Vergangene kann man nicht ändern (habe ich durch Quotes gelernt) und deshalb ist es doch nur verschwendete Zeit. Verschwendetes Leben. Dinge und Menschen, die mich dazu gemacht haben, wie ich heute bin. Die es geschafft haben, dass ich nicht mehr verloved in mich selbst bin. #unhappy  #destroyed #lost.

Es wird Zeit, Dinge anders anzugehen. Vielleicht mal so ein Coaching zu besuchen, nur um mir zu beweisen, dass auch ein Coach mir nicht das geben kann, was ich brauche und suche. Es sind lediglich Worte, die derjenige den Gästen entgegen schmeißt. Vielleicht etwas heroisch und impulsiv, vielleicht etwas eindringlicher gesprochen – aber eben nur Worte.

Ich war bis vor ein paar Jahren in der glücklichen Lage, mich selbst zu lieben und weiß, dass das keiner Worte bedarf. Du fühlst es. Ich fühlte und ich wußte es. Und das beste am Ganzen: es war selbstverständlich. Und mit dieser Selbstverständlichkeit durchlebte ich leichtfüßig meine Tage. So muss das sein.

Wie also schaffe ich es, meinen InstaAccount mit viel selflove und #happys zu füllen, wenn mich doch immer die Geschehnisse der Vergangenheit einholen und es mir einfach verbieten, positive hashtags zu setzen?? #ratlos

 

 

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Ein Kommentar

  1. Ein Gedanke kommt
    Mir dazu: vielleicht ist die Umgebung nicht passend. Es gibt viiiiiele Menschen, die diese selbstliebende Spiegelbilder für einen Fake halten, die jeden Tag mit sich kämpfen. Warum sich auf so werbetussis udn Heinis fixieren? Sei doch einfach unglücklich, wenn du es bist! Sei hässlich, wenn du dich hässlich findest, sei traurig, wenn du traurig bist! Sei einfach wie du gerade bist! Dieses sich ständig
    Zu vergleichen und beim Nachbarn abgucken zu wollen bringt nix, außer schlechte selbstbewertung. Ein Gedankengang, nicht als Vorwurf oder Kritik gemeint. Ich hoffe, wir sehen
    Uns heute! 🙂

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