Gedanken

warum so kompliziert?

So oft frage ich mich, warum alles so fucking kompliziert sein muss. Nicht, dass wir schon genug Stress und Problemen im Alltag ausgesetzt wären – und zwar jeder von uns auf seine eigene Art und Weise. Nein, wir machen es uns allen einfach immer nur noch schwerer und komplizierter, indem wir uns alle irgendwie den ständigen Selbstoptimierungsprozessen unterziehen und damit allen anderen, also uns quasi gegenseitig demonstrieren, was wir zu leisten im Stande sind. Wie produktiv wir sein können. Wie unglaublich sportlich, gesund, effizient, multitasking, wie perfekt unperfekt gestylt wir sind, wie gut gelaunt und positiv wir durch die Gegend laufen und jeden glauben machen, wie gut es uns geht und wie unglaublich zufrieden wir sind in unserem eigenen Leben. . . Wir kriegen einfach alles und mehr unter einen Hut in diesem einen Leben, das wir haben. Wir schaffen so wahnsinnig viel und wir zeigen es allen. Warum? Ein Leben haben wir. Und niemand weiß, wie lange dieses andauern wird.

Warum also fügen wir uns so einfach und naiv immer und immer wieder ein in dieses Bild, das wir glauben, ausmalen zu müssen. Und zwar korrekt bis zum Rand. Und wenn möglich auch noch darüber hinaus. Überall wird uns gezeigt, wie toll und besser wir noch aussehen können. Was alles möglich ist, um fit, gesund und ausgeruht & frisch auszusehen. Damit niemand merkt, wie anstrengend und ermüdend es doch ist, sich permanent in aller & alter Frische zu profilieren. Crèmes, Botox, Detox, healthy food und tolles make up – all das lässt uns strahlen. Äußerlich.

Wir wollen alle die perfekte Figur. Wollen uns präsentieren und Anerkennung bekommen. Wir wollen toll aussehen, damit wir mithalten können und damit wir gemocht werden. Damit andere uns attraktiv finden. Wenn einem das dann auch noch gesagt wird, dann ist das der größte Ego-Booster ever. Aber eigentlich hält doch dieser Moment nur kurz an, oder? Mir geht es besser, wenn mir jemand sagt, dass ich ein toller Mensch bin und ich zehre davon wesentlich länger, als wenn mir jemand sagt, dass ich toll aussehe. Und ich wette, das geht vielen von uns so. Warum wiegt aber dennoch ein Kompliment über das Aussehen so viel schwerer? Warum streben wir immer so sehr danach, mit anderen mithalten zu können und schön auszusehen? Ich finde keine Antwort. Denn eigentlich weiß jeder, dass es im Leben um so viel mehr und um eigentlich ganz andere Dinge und Werte geht. Zumindest möchte ich das behaupten.

Klar, viele von uns haben sicher nicht immer die Liebe erfahren, die wir als Kind schon erfahren hätten müssen, oder es fehlte Aufmerksamkeit oder Anerkennung. Doch ist das wirklich der einzige Grund und trifft der bei fast jedem von uns zu? Ich glaube nicht. Es ist mehr dahinter. Hinter Instagram, Selbstportraits im Spiegel, hinter dem knappen Bikini, den wir am Wannsee voller Stolz tragen, nachdem wir uns die letzten 8 Monate im Gym so sehr abgestrampelt haben.

Ich möchte wissen: ist das ehrlich nötig? Auf der einen Seite regen wir uns auf über politische Entscheidungen, über Regierungen, über deplatzierte Präsidenten, über Kriege, über einfach nur dummen Rassismus und auf der anderen Seite legen wir doch viel mehr Energie und Gedanken in diese alltäglichen oberflächlichen Dinge wie unser Aussehen und unser Ankommen in der Gesellschaft und bei anderen.

Ich mache mir auch Gedanken übers Ankommen. Jedoch über das Ankommen bei mir selbst. Ich möchte endlich wieder meine Seele und mein Inneres erreichen. Ohne Gym und ohne Botox. Einfach nur mit meiner Art und meinem Gewissen. Meinen Entscheidungen und einer inneren Stimme, die mir sagt „es ist ok so, wie du bist. du machst das schon.“

Bis ich meine eigenen Antworten finde und endlich mein Ziel -meine Seele- zumindest in Sicht oder spürbar ist, werde ich mit Sicherheit immer weiter diese Fragen stellen, warum wir immer alle so perfekt sein müssen und uns nicht einfach trauen, mal auf die ganzen weisen Quotes zu hören, anstatt sie nur in sozialen Netzwerken zu posten…

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Leer.

Seit Wochen hadere ich sehr mit mir selbst. Viele Dinge habe ich in den letzten Wochen oder knapp 2 Monaten weiterhin erkannt und irgendwie bin ich an einen Punkt gekommen, wo ich erkannt habe, dass es so nicht weitergehen kann. Nicht weitergehen soll. Ich habe so vieles getan, das nicht hätte sein dürfen. Habe mir und meinem Dasein immens geschadet und vehement weitergemacht – in welcher Form auch immer.

Dass mich mein Körper noch durch diese Welt trägt, ist ihm ehrlich hoch anzurechnen, bei dem ganzen Auf und Ab und Auf und Ab und Auf… Er hält scheinbar mehr aus, als ich es je für möglich gehalten hätte und als es auch scheinbar mein Kopf tut.

Mein Kopf fühlt sich schrecklich voll an. Er ist schwer. Müde. Er ist es leid, immer im gleichen Netz gefangen zu sein, darin hin und her zu springen und weitere Fäden zu spinnen und am Ende doch nicht hinaus zu kommen. Er kann nicht mehr diese Gedanken mit sich herumtragen, die ihn immer und immer wieder quälen und wach halten. Diese Gedanken, die sowieso nichts ändern. Das habe ich erkannt. Sie ändern nichts. Zwei Alternativen also, die es nun für mich gibt: Weitermachen & nicht aufgeben, das Gedachte und Vergangene hinnehmen und für die Gegenwart und die Zukunft kämpfen oder endlich einen Schlussstrich ziehen. Letzteres war gedanklich immer wieder präsent in letzter Zeit, doch es will nicht klappen. Ein kleiner Gedanke schiebt sich immer vor den Strich im allerletzten Moment und hält mich ab & er hält mich wach. Er hält mich so lange wach, bis ich an die erste Alternative denke und bis ich denke, dass sie es wert ist, sie auszuprobieren. Also mache ich weiter irgendwie…

Mit vollem Kopf und leerem Körper. Emotional leer meine ich. Nicht nahrungstechnisch. Ich esse zwar wieder weniger, doch fühlt es sich für mich nicht so an. Hier ähneln sich Kopf und Körpervolumen – voll. Gefühlt. Dick.

Gleichzeitig jedoch, ist mein Körper eine leere wandelnde Hülle. Ein Cocon. Ich sehe mich zwar irgendwie im Spiegel und stelle fest, ich bin da. Doch ich fühle mich nicht. Meine Seele scheint zu schweigen. Sie ist kaputt – noch immer von all dem Ballast aus der Vergangenheit. Das nimmt sie mir übel, was wiederum ich ihr nicht übel nehmen kann.

Meine Seele ist still. Sie weist mich bewußt in keine Richtung. Zumindest fühlt es sich so an. Ich bin mal wieder komplett lost. Obwohl ich eigentlich keinen sichtbaren Grund dazu habe. Ich habe ein Dach über dem Kopf und einen Job und dann noch zwei, drei ganz wunder- und wertvolle Menschen in meinem Leben und in meinem Herzen, die mir immer und immer wieder aufs Neue versuchen, zu beweisen, dass mein Leben lebens- und liebenswert ist. Auch wenn ich unterzugehen scheine. Für diese Seelen, die mich nicht aufgeben und an mich glauben, bin ich unendlich dankbar. Und allein für diese lohnt sich all das.

Doch sollte es sich nicht in erster Linie für mich selbst lohnen? Was ist mit meinem Appell an mich selbst von vor einigen Wochen, den ich in die Öffentlichkeit geschrien habe? Pro You. Pro Yourself. Breakout of my thoughts. Nach wie vor appelliere ich an mich und jeden anderen noch mehr, der mit sich selbst hadert. Wahrscheinlich fühle ich mich gerade deshalb wie zwischen den Sphären. Ich fühle mich leer. Lost. Irgendwo im Nirgendwo und doch einfach da. Nicht imstande, aufzugeben. Gott sei Dank. Aber noch nicht imstande, zu definieren, wo es hingehen soll. Und vor allem wie. Noch nicht imstande, zu vertrauen und zu glauben.

Aber was macht man an so einem Punkt? Ich habe versucht, all meine schlimmen Dinge aus der Vergangenheit auf einem Blatt Papier zusammenzutragen und dieses habe ich gestern an einem Ort gelassen – symbolisch, um das Vergange ruhen und hinter mir zu lassen. Es hat sich auch gut angefühlt und ich bin überzeugt, dass es richtig ist. Doch wie kann ich darauf vertrauen, dass es mir vielleicht irgendwann wirklich wirklich besser geht?

Es gibt sie, diese Momente, die es mir zeigen wollen. Die mir den Beweis liefern wollen, dass sich wirklich alles lohnt und dass auch ich es wahrscheinlich verdient habe, glücklich zu werden.  Ich wünsche mir, daran einfach mal aus tiefstem Herzen und aus tiefster Seele glauben und darauf vertrauen zu können… Dann kann ich weitergehen. Den nächsten Schritt und das nächste Stück.

Komm raus – Pro you (rself).

Eine Ansage gegen die gängigen Ansichten zu Essstörungen. Mehr noch, eine Ansage an Betroffene, ihre Freunde und Verwandte und alle gesunden Mitmenschen.  

Essstörungen sind ein hartes und immer aktuelles Thema, das noch immer zu oft ignoriert oder sogar verleugnet wird. Oder traurigerweise absolut nicht ernst genommen, sondern als “Mode- oder Luxuskrankheit” abgetan wird.

 

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Ich leide seit 4 Jahren an dieser Krankheit und ich bin darin gefangen. Gefangen im Käfig meiner Gedanken, aus dem ich einfach keinen Ausweg finde. Wie sich so etwas anfühlt, ist für Außenstehende absolut nicht nachvollziehbar. Fast genauso schmerzhaft, wie die Verletzungen, die ich mir ständig selbst zufügte, ist es momentan für mich, meinen nahestehendsten liebsten Menschen nicht annähernd erklären zu können, was in meinem erkrankten Hirn vor sich geht und wie ich mich fühle in diesem ekelhaft harten Kampf um das Entfliehen der Sucht. Wenn der Verstand so wirr ist, dass man nicht weiß, was gerade wirkliches Leben ist und was nur Schein. Der Kontrollverlust unerträglich ist und man einfach nur noch eine wandelnde Hülle ist. Seelenlos. Leer.

selbstwert

Innerhalb der letzten Jahre wurde ich durch die Essstörung zu einem anderen Menschen, ohne es zu wollen. Ich habe mich verloren. Um im Alltag nicht unterzugehen und um niemanden spüren zu lassen, dass ich krank bin, war es neben der Flucht in die Sucht auch eine Flucht in eine Rolle. Ich spielte meinem Umfeld 24 Stunden am Tag etwas vor. Nicht nur souverän…. nein, ich möchte behaupten, ich war grandios in dieser neuen Rolle. Fast niemand merkte etwas und erst als ich nach einem Suizidversuch in einer Klinik landete, bekamen andere langsam mit, dass etwas nicht stimmte. Erst als ich nach meiner härtesten Zeit als ich wirklich am Boden der Krankheit ankam, anfing darüber zu sprechen, dass ich krank bin, fingen andere an, sich etwas mit dem Thema zu beschäftigen und zu realisieren, dass ich vielleicht nicht die sorgenfreie Astrid bin, die ich immer repräsentierte.

Zu Beginn meiner Krankheit wollte ich nur noch verschwinden, unsichtbar sein. Nicht mehr da sein – ich fühlte mich sowieso wertlos und war es auch in meinen Augen nicht mehr wert, gesehen zu werden. Verzicht war meine Lösung. Weniger Essen – mehr Kontrolle. Je weniger ich aß, je weniger ich wog, desto größer war die Kontrolle über mich, mein Gewicht und meinen Körper. Es endete schließlich in einer Klinik. Diagnose: ANOREXIE.

Aber Essstörungen sind verschieden und doch gleich. Kaum realisiert, dass Magersucht keine Lösung ist und letzten Endes eine Art Todesspirale, die dich immer weiter nach unten zieht, kam ich vom Regen in die Traufe. Ich konnte anscheinend noch nicht ohne meinen ständigen Begleiter – die Krankheit -, die nonstop ihre schützende Arme um mich schlang, leben. Also verließ ich sie nicht und sie mich nicht. Die Essstörung blieb – nur anders gekleidet. Es war nun kein Verzicht mehr, sondern ich gönnte mir etwas. Immer häufiger. Immer mehr. Ich fühlte mich sicher, wenn ich mir etwas erlaubte nach dieser Zeit, in der ich mir immer nur alles verboten hatte. Ich fühlte mich gut, je mehr ich kompensierte. Immer mehr essen. Das große Fressen. Ich nahm zu, ein gedanklicher Horror für mich. Oder besser – gedanklicher Terror. Doch mein Umfeld blieb auch hier unbesorgt und ich wieder in meiner Glanzleistung – der Schauspielerei.

Mein Umfeld verteilte immer mehr Komplimente, dass ich besser und gesünder aussehe. “Endlich hast du wieder mehr auf den Rippen – toll siehst du aus!”. Schön und gesund mag man mit gesundem Menschenverstand denken. ‘Fuck off’ dachte die essgestörte Astrid. Doch es war zu spät. Ich war aus der Mager- in die Fresssucht geraten und konnte es nicht mehr stoppen. Ich habe nur noch für diese Krankheit, für diese Sucht und ihre Befriedigung gelebt. Mein komplettes “normales” Alltags- alias Berufsleben nur vorgespielt und dann die Realität ausgeblendet, sobald ich alleine war. Ich lebte seelenlos weiter in meiner Hülle und kam nicht hinaus. Nach Außen hin hatte ich ein perfektes Alibi für mich geschaffen – eine lächelnde, glückliche, sozial aufgeschlossene Astrid. Nach Innen war alles leer, nichts war mehr da von mir. Immer mehr wirre und ekelhafte Gedanken, immer deutlicher die Hilflosigkeit und der Hass gegen mich selbst. Und schließlich immer deutlicher das Gefühl, damit nicht mehr leben zu können und zu wollen. Es wurde unglaublich anstrengend für meine Nerven und den eigenen Körper. Ich konnte nicht mehr ständig gegen mich selbst ankämpfen.

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Da ich schon mal auf der Kippe stand, entschloss ich mich – nicht wie andere Male – dieses mal FÜR das Leben. Für mein Leben.

Ich möchte allen zeigen – egal, ob Betroffenen, Angehörigen oder komplett gesunden Menschen – , wie gefährlich Essstörungen sind. Und dass sie nicht immer sichtbar sind. Essstörungen kommen in allen Körpergrößen und -formen. Und sie sind in den Köpfen der Betroffenen, sie schreien sie an. Doch kaum jemand anderes kann diese Schreie hören. Ich möchte Aufmerksamkeit auf diese psychische Erkrankung lenken. Ich wünsche mir, dass sensibler mit diesem Thema umgegangen wird. Ich wünsche mir, dass andere nicht diesen Hirnfick erleben, den ich erlebe/erlebte. Ich habe erkannt, dass ich es wert bin, zu leben und sogar geliebt werden darf. Ich darf selbst auch lieben und ich möchte lieben und leben. Genießen. Für mich.

Ich möchte anderen Mut machen, sich auch dem Kampf zu stellen, sich selbst wieder näher zu kommen und darauf vertrauen zu dürfen, dass jeder Mensch es verdient hat, geliebt zu werden und mehr noch: sich selbst zu akzeptieren. Mit allen Makeln. In jeder Form und Größe. Sich eben nicht immer dem Druck von außen stellen zu müssen, möglichst perfekt sein & aussehen zu müssen.

Komm mit und brich aus aus deinen Gedanken, die dich zerstören. Stell dich dir selbst! Pro you!

 

neu

 

Diese Fotos habe ich als persönliche Herausforderung gesehen und sie deshalb machen lassen. Ich kann mich nur schwer im Spiegel ansehen; sehe meist nur an mir vorbei. Ich möchte mich bewußt ansehen, ohne mich zu schämen. Weder vor mir selbst noch vor irgend jemand anderem. Mein Körper gehört zu mir – er hält mich am Leben und trägt mich durch mein weiteres Leben. Und dafür bin ich heute unheimlich dankbar.

 

Die englische Version gibt es hier auf medium zu lesen!

 

zwischen irgendwas & Vertrauen

Zwei Wochen daheim – ganz frei und irgendwie neu sortiert. Trotzdem etwas unsortiert; so fühlt es sich an. Seit meiner Entlassung aus der Klinik ist schon einiges für mich passiert. Besonders gedanklich natürlich. Ich versuche, jeden Tag frei zu leben und zu genießen. Noch vor ein paar Monaten war es für mich schlicht unvorstellbar, ohne meine verworrenen, beharrlichen und durchweg negativen Gedanken leben zu können. Sie waren stets bei mir – am Tage ganz aktiv und selbst in der Nacht bewachten sie mich. Wehe, eine Stunde Schlaf versuchte in meine Nähe zu gelangen – da waren sie so wachsam wie sonst nichts und drängten sich immer und immer wieder ungefragt und schnell in meinen Kopf und meinen Körper. An Schlaf war nicht zu denken. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren und hätte es hierfür einen Oscar gegeben, hätte ich das Ding in sämtlichen Kategorien sicher mit nach Hause genommen.

Mittlerweile kann ich wieder schlafen. Ich war noch nie ein großer Filmfreak, also versuche ich, auf Kopfkino zu verzichten und lieber das wirkliche Leben zu betrachten. Dabei schmeckt auch nicht nur Popcorn – ich entdecke nahezu täglich neue Dinge und Gerichte, die erstaunlich gut schmecken – auch außerhalb des Kinos.

Aber kann ich dem neuen Gefühl, dem neuen freieren Kopf wirklich über den Weg trauen? Es ist merkwürdig, mal wieder ganz für mich allein Entscheidungen zu treffen und es ist komisch, mir beim Bäcker ein Stück Kuchen außer der Reihe zu kaufen. Es macht Spaß – aber es ist komisch. Fremd und unsicher.

Und hier umarmen sie mich wieder, die alten Gedanken, die mich jahrelang sicher begleitet haben, sie kommen teilweise zurück. Sanfter und leiser, aber sie zeigen, dass sie nach wie vor noch an meiner Seite sind und ich habe das Gefühl, dass sie mich nicht verlassen wollen. Einvernehmliche Trennungen sind der Idealfall – sofern man bei Trennungen von Idealfall sprechen kann. Hier liegt leider keine einvernehmliche Trennung vor.

Es ist mir immerhin schon ganz gut gelungen, mich von Dingen und Personen zu lösen, die nicht gut für mich sind und die einfach nicht zu meinem Ich passen. Darauf bin ich stolz, denn einfach ist das nicht. Es ist sogar ein bisschen wie Training, ein Gefühl für sich selbst zu entwickeln und es nicht gleich wieder niederzustampfen, sondern es laut schreien lassen und danach zu handeln.

Bei mir geht es immer wieder an den Selbstwert. Es ist irgendwie so befremdlich, sich selbst zu schätzen und für mich einzustehen. Wenn dieser Wert einmal zerstört wurde, dann ist es ehrlich hart, den wieder zu kitten. Härter als ich jemals für möglich gehalten hätte. Aber so schwer es auch irgendwie ist, so schön fühlt es sich gleichermaßen an. Es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl für mich, nach meinem Gusto zu leben und niemandem Rechenschaft schuldig sein zu müssen. Ich hatte immer irgendwem gegenüber Verpflichtungen, selbst wenn es „nur“ meine perfekte Scheinwelt war, die ich wahren musste zum Schluss.

Jetzt ist es alles anders. Ich lege schon wieder einen Neuanfang meines Lebens hin und dieses mal fühlt er sich zum ersten mal echt für mich an.

Leider muss ich trotzdem hinnehmen, dass ich nicht gesund bin. Dass sich meine Negativgedanken immer wieder an meine Seite drängen wollen. Wenn neue Menschen in mein Leben treten, wenn ich für mich fremdes Essen probiere, wenn ich Essen in anderen Mengen verzehre, wenn ich arbeite, wenn ich über die Straße laufe… sie wollen und werden mich wohl noch weiter begleiten, so lange ich nicht noch mehr Vertrauen aufbaue. Vertrauen in Genuss; Vertrauen in Freunde; Vertrauen in Männer; Vertrauen in alle Menschen um mich herum. Vertrauen darauf, dass sie mich so nehmen und akzeptieren wie ich bin. Mit allen sichtbaren und unsichtbaren Wunden und Narben, die ich aus der Vergangenheit mit, an & in mir trage. Aber ich habe immerhin das Vertrauen in mich selbst, dass mir das gelingen wird. Der Anfang ist getan…

Bis hierher.

Kurz dem Klinikalltag entflohen – Zeit, ein kleines Resumée zu ziehen. Bis hierher.

Bis hierher habe ich innerhalb der kurzen Zeit viel begriffen. Sehr viel – zumindest habe ich das Gefühl. Meine Grenzen habe ich kennengelernt. Ausgereizt.

Ich dachte immer, dass ich es irgendwie schon hinkriege, mich vernünftig/regelmäßig/ausgewogen zu ernähren. Mit ein bisschen Hilfe von den Betreuern und wertvollen Ratschlägen von den Ärzten und mit ein bisschen Verständnis und Unterstützung von meinen Gleichgesinnten – die, die momentan mit mir zusammenleben. So weit so gut. Dass ich ein bisschen in die Tiefe gehen muss und mich mit bestimmten Ereignissen und Personen befassen muss, die in meinem Leben ungefragt ihren Platz eingenommen hatten, das war mir auch klar. Das ganze Procedere kenne ich ja bereits von vor zwei Jahren.

Doch jetzt ist es anders. Anstrengender und schmerzvoller. Ich begreife viel, das ich vor zwei Jahren nicht annähernd begriff. Viel, wovon ich zum Teil gar nichts wußte.

Meine Scheinwelt habe ich mir mit Investition von viel Zeit, Energie und Hingabe aufgebaut und ich habe sie vehement geschützt. Verteidigt vor anderen und aber vor allem vor mir selbst. So sorgsam ich mich um sie gekümmert habe, sie ausgebaut habe, genauso rapide will ich sie loswerden. Es geht nicht ganz. Aber es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl, all das auszusprechen, das sie in sich birgt. Das ich in mir barg. All das ist jetzt raus – Angst, Hass, Konfrontation, Flucht, verhasste Spiegelbilder, verschönte Außendarstellung, Verdrängung – ich habe das erste mal in meinem Leben das Gefühl, dass ich mir und meinen Gefühlen und Gedanken freien Lauf lassen konnte und vor allem DURFTE.

Ich habe erkannt und realisiert, was mit mir in den letzten Jahren geschehen ist und vor allem, was ich in den letzten Monaten getan und gelebt habe. Wieso ich ständig den Weg zum Italiener gefunden habe, aber nicht annähernd den Weg zu mir selbst.

Jetzt, wo ich so vieles sehe und nicht mehr verdrängen kann; jetzt, wo ich bereit bin, aktiv etwas zu ändern, habe ich die Chance, einen Weg zu finden. Zu mir selbst und auch einen Weg in ein Land, das ich „Schönes Essen – Schönes Genießen“ nennen möchte. Wo genau das liegt, weiß ich nur ungefähr – so wie ich ungefähr weiß, wo auf der Landkarte Ho Chi Minh City liegt. Bis dahin ist es eine weite Reise, genauso weit wie in mein eben erwähntes Land. Aber es ist ein fixer, realer Punkt auf der Weltkarte, genauso wie mein Reiseziel. Ich habe gerade nicht wirklich eine Ahnung, wie ich da am schnellsten und am günstigsten hin gelange, doch ich habe einige Ideen und eine große Motivation.

Meine Gedanken sind noch immer mehr als wirr und ich weiß, dass es noch viel aus- und anzusprechen gibt. Aber mein Gefühl, nicht mehr in meiner Scheinwelt leben zu müssen, erleichtert mich und mein Gewissen enorm.

Und zum ersten mal seit langem habe ich wirklich das Gefühl, minimale Fortschritte zu machen und zwar in die richtige Richtung. Und wenn diese Richtung momentan „jeden Tag Kuchen“ heißt, dann ist das so. In ein paar Wochen heißt sie vielleicht „jeden Tag warmes Mittagessen“ oder „ich esse, worauf ich Appetit habe“. Ich bin gespannt und hoffe, ich verlaufe mich nicht.

Alles neu und doch vertraut

So ist es, wenn man sich nach zwei Jahren eingestehen muss, wieder an einem Punkt zu sein, an dem man schon mal war.

Ich habe es geschafft- ich bin wieder in der Klinik. Habe es also doch nicht geschafft. Zwei weitere Jahre habe ich mir selbst und allen anderen etwas vorgemacht. Mich selbst belogen. Scheinbar fällt mir innerhalb dieser Krankheit nichts leichter als das – mich selbst zu belügen.

Auch, wenn ich das ganze Prozedere mit allen Therapien, mit allen Essensauflagen schon kenne, ist es doch ein neuer Ausgangspunkt und mindestens genauso schwer, mich darauf einzulassen. Damals war ich in der Klinik, weil ich alles und nichts unter Kontrolle hatte. Mein Essverhalten und den bewußten Verzicht auf Essen hatte ich total unter Kontrolle – alles andere nicht. Heute ist genau das mein Versagen. Ich habe mein Essverhalten definitiv nicht mehr unter Kontrolle. Ich fresse oder ich verzichte. Ein Mittelmaß gibt es nicht. Ein Mittelmaß, das doch eigentlich wünschenswert ist. Ein Mittelmaß beim Essen und ein Mittelmaß – ein gesundes Mittelmaß – beim Gewicht. Aber etwas in mir weigert sich noch immer. Obwohl ich alles doch schon so oft durchgekaut habe. Obwohl ich doch alles längst begriffen habe. Obwohl ich mir geschworen hatte, niemals wieder an den Punkt zu gelangen, an dem ich auf fremde Hilfe angewiesen bin. Trotz aller Erkenntnisse, trotz aller wiederholten Schmerzen, trotz aller gedanklichen Qualen bekomme ich es nicht hin. Ich quäle mich weiter. Obwohl ich es einfach nur noch satt bin.

Meine kranken Gedanken erlauben mir kein Leben mehr. Zumindest kein Leben ohne Stress, ohne Angst, ohne Zweifel und ohne wirkliche Liebe. Keine Liebe für mich selbst. Eher Hassgefühle und Verachtung. Verachtung, weil ich es nicht schaffe, mich aus diesem Sumpf heraus zu ziehen. Verachtung gegenüber meinem Körper.

Ich habe es satt. Wirklich. Wirklich? Warum klappt es dann nicht? Was hält fest an diesem ganzen Scheiss? Ich weiß es nicht. Aber ich möchte es herausfinden. Ich möchte mir noch einmal die Zeit geben und mich auf Hilfe einlassen. Mich einlassen auf alles Neue und alles doch irgendwie Vertraute. . .

Wieso so schwer, wenn doch so leicht…?

Diese Frage stelle ich mir bewusst nun schon mindestens seit 2 Jahren. Ich komme einfach nicht heraus aus meinem Gedankenalltag – kein gewöhnlicher Alltag mit alltäglichen Gedanken, sondern MEIN Gedankenalltag. Heißt: alles dreht sich um Essen, zunehmen, abnehmen und darum, was andere von mir denken könnten. Wieso ist es so schwer, das abzustellen, wenn mir die halbe Welt vormacht, dass es eigentlich ganz leicht ist, auf andere zu scheißen. Wieso gelingt ihnen das und mir nicht?? Liegt es wirklich daran, dass mir schon von Klein auf immer und immer wieder eingebrannt wurde wie ich zu sein habe und was ich zu lassen habe? Ich hab mich nicht wirklich so entwickeln können, wie es vielleicht normal gewesen wäre, weil mir ständig Ärger drohte, wenn ich nicht bestimmte Kriterien erfülle. Also funktionierte ich  – wie ein Roboter. So, wie man mich damals schon haben wollte. Das konnte ich sehr sehr gut. Und wenn doch mal ein kleiner Anschein eines Gefühlsausbruchs oder des eigenen Willen kam, wurde dieser direkt im Keim erstickt – denn in diesem Moment war ich nicht so, wie es von mir erwartet wurde. Das durfte wirklich nicht sein.

Aber kann es sein, dass sich so etwas wie ein roter Faden durch mein Leben zieht? Ich habe mir immer und immer wieder die falschen Partner, Freunde gesucht. Die, die genauso von mir erwarteten, etwas oder jemand zu sein, der ich aber eigentlich nie war. Doch es war das Gewohnte, das mich anscheinend immer wieder in deren Fesseln zog. Immer funktionieren – das war schließlich das einzige, das ich kann und konnte – also eine sichere Bank für mich.

Aber jetzt bin ich mittlerweile an einem Punkt (den ich zugegebenermaßen ohne meinen Klinikaufenthalt wohl eher nicht erreicht hätte), an dem mir bewusst ist, dass das nicht alles sein kann. Wenn ich endlich mal ich selbst sein will, dann muss ich ausbrechen aus diesem Scheiß. Mir ist bewusst, dass es im Leben nicht darauf ankommt, möglichst schlank zu sein, ein möglichst makelloses Gesicht zu haben, oder sich immer konkret auf den anderen einzustellen. Es zählen weitaus andere Werte, auch wenn es uns anders verkauft wird. Aber im Grunde weiß es jeder, dass es auf etwas ganz anderes ankommt. Auch ich. Doch diese verfluchte Essstörung hat aus mir ein Gedankenwrack gemacht. Ich will und kann nicht und ich verstehe nicht, warum es mir so schwer fällt, loszulassen von diesem Fluch. Wieso ist es so schwer, wenn es doch eigentlich so leicht ist?

Ich habe Angst. Große Angst, enttäuscht zu werden, wenn ich mal auf alles scheiße und einfach das tue, wonach mir ist. Vor allem, wenn ich mal das esse, wonach mir ist. Wobei letzteres gar nicht so leicht ist, weil ich kaum noch weiß, was ich wirklich gern mal wieder essen würde und was nicht. Fest steht, dass ich ja wieder 94 kg wiegen könnte, wenn ich aus meinem Trott ausbreche. Dass ich 8 kg zugenommen habe seit Entlassung ist schon hart zu verkraften. Doch ich halte es aus. Weil ich jetzt wie eine normale Frau aussehe. Doch, was passiert, wenn ich noch mehr zulege und mein Äußeres sich verändert? Dann bin ich nicht mehr so, wie man mich kennengelernt hat – werde ich dann wieder abgelehnt, wenn ich mich verändere? In meiner Vergangenheit war es so. Ich habe wenig Menschen in meinem Leben, die mich bedingungslos so nehmen, wie ich bin. Und in meinen vergangenen Beziehungen war es so, dass ich alles immer konkret nach dem Partner gerichtet habe. Es wurde so erwartet und ich funktionierte. Also funktionierte auch die Beziehung.

Also, was passiert, wenn ich jetzt einfach mal re-boote und einen Neustart hinlege? Bisher habe ich es  schon so oft gewollt, doch nie wirklich gewagt und so war ich immer auf der sicheren, wenn auch mehr als unschönen Seite. Bis ich schließlich „Ana“ -meiner heißgeliebten und noch heißer gehassten Freundin alias Essstörung/Anorexie- begegnete. Sie hat mir dauerhaft Halt und Schutz und Kontrolle gegeben. Doch ich will diese Art Halt und Schutz und Kontrolle nicht mehr. Ich will einfach nur alltäglich leben.

Für „normale“ Menschen sind meine Gedanken sowas von lächerlich und überhaupt nicht nachvollziehbar, das ist mir bewsst. Einige halten Gedanken innerhalb einer Essstörung sogar für eine Art Luxusproblem. Das ist es definitiv nicht – es ist die Hölle. Deshalb ist es sehr schwierig, unbedarft mit Menschen in meinem Leben über mich und mein Leben zu sprechen. Doch genau das will ich – normal antworten können auf Fragen wie „Was isst du denn am liebsten“ oder „was sind deine liebsten Hobbies“ oder „und, was hast du so die letzten Jahre getrieben“.

Wieso ist das so schwer, wenn es doch so leicht scheint??

Schizophrenie der Essstörung – mein ich und ich

Etliche male haben mich die kranken Gedanken innerhalb dieser Essstörung zermürbt und ich dachte, es wird irgendwann besser. Wird es nicht. Vielleicht zwischendurch, aber nicht langfristig. Ein kurzer Moment, ein Satz, einmal falsch abbiegen auf dieser zerstörerischen Gedankenautobahn und es ist alles beim alten. Mein Hirn fickt mich auf übelste Weise und ich kann nichts dagegen tun.

Diese Krankheit ist sowas von schizophren, dass ich mich und meine Gedanken kaum selbst noch ernst nehmen kann. Das eine Ich will Heilung, will Genuss, will frei sein und dieses selbige eine Ich bildet sich auch ab und an ein, Fortschritte gemacht zu haben, weil es mittlerweile Nahrung aufnimmt – viel Nahrung – zu viel Nahrung leider oft. Diese ungewohnte Nahrungsaufnahme gefällt trotzdem irgendwie dem einen Ich, sie macht sicher, zufrieden, lässt mich das Gefühl der Normalität zurück erlangen. Das Ich signalisiert mir, ich werde gesünder. Leider sieht man das auch – andere sehen mich und sagen „Du siehst endlich gesund aus. Stehen dir, die paar Kilos mehr.“ Und genau hier meldet sich das zweite, das andere Ich und schreit mich bei jedem Blick in den Spiegel an. Es schreit „Du bist fett. So kann ich dich nicht ertragen. So kann und wird dich niemand sonst ertragen.“ Ich nehme diese Schreie auf; ich sauge sie förmlich auf und empfinde Hass gegen mein Äußeres. Ich hasse dieses Äußere Bild von mir im Spiegel so sehr, dass ich mich verletze und mir Dinge antue, die mich vom Schmerz, den ich verspüre, wenn ich mein Spiegelbild sehe, ablenken. Und wegen diesem Empfinden, wegen diesem widerwärtig oberflächlichem Denken entwickelt sich auch Hass gegen mein Inneres. Denn das bin doch nicht ich. Ich bin nicht oberflächlich…

Willkommen im Teufelskreis. Die beiden Ichs rennen um die Wette. Keines der beiden gewinnt. Sie existieren parallel und miteinander gleichzeitig. Sie harmonieren irgendwie auch. Denn das schizophrene ist eben auch, dass die beiden Ichs vereint wunderbar Ratschläge an Gleichgesinnte verteilen können. Sie sehen auch andere Menschen ganz klar und erkennen ihre äußere und innere Schönheit und sie können Menschen optisch neutral beurteilen. Aber vereint in mir können sie nichts. Sie können rein gar nichts erkennen. Sie lassen mich auflaufen. Immer und immer wieder. Und ich fühle mich machtlos. Ich will und kann aber nicht.

 

 

Jetzt ist Schluss.

Jetzt ist Schluss. Irgendwann muss ich mal mit dem Schlussmachen anfangen. Und das ist jetzt. Wieder habe ich es getan und mich wie ja bereits fast jeden Abend hemmungslos ohne Kontrolle vollgestopft. Was das für Gefühle in mir auslöst, habe ich versucht, in den letzten Beiträgen zu beschreiben.

Aber jetzt muss ich etwas ändern. Ich habe mich heute mit ausgesprochenen Worten wirklich von meinen Fressattacken verabschiedet, nachdem ich mich gerade noch auf mein Bett hieven konnte.

Das Gefühl, dass mir meine Jeans langsam kneifen ist wirklich das absolute Topping. Das hatte ich noch nicht und jetzt ist es soweit. Ich fühle mich elender als je zuvor. Wenn ich mental nicht durch die letzten Monate gestärkt wäre, wäre ich jetzt an einem Punkt, an dem ich bereits einmal war. Aber für irgendetwas muss sich ja die Mühe meiner Ärzte und Therapeuten lohnen. Danke also dafür.

Ab morgen wird Schluss gemacht. Ein für allemal vorbei mit diesen unkontrollierten Fressattacken. Vorbei mit dem Ohne-Kontrolle-Sein. Ich brauche sie wieder. Ich brauche die Kontrolle über mich und meinen Körper. Ab morgen wird es folgendermaßen aussehen: Zum Frühstück ein belegtes Brötchen und eine Laugenbrezel. Zum Abend Rohkost oder Essiggurken oder so etwas in der Art. Zwischendurch Coke Zero. So sieht es aus. Das sind gerade meine Gedanken und Vorsätze. Und jetzt soll mir noch mal einer sagen, ich wäre auf dem besten Weg oder ich sei nicht mehr krank… Dieser Vorsatz ist jetzt nicht wirklich gesund und ich weiß das. Aber so ist meine Denke hier im Jetzt – heute Abend. Mal sehen, wie es ist, wenn ich im Morgen bin…