Monat: Februar 2017

Wo bin ich?

Mal wieder fressen mich die Gedanken auf. Alles kreist wirr und durcheinander durch meinen Kopf und ich finde die Austaste nicht. Abschalten ist nicht. Im Labyrinth dieser Gedankenfetzen finde ich den Ausweg nicht. Ständig renne ich gegen eine Wand und drehe um. Komme immer an einer anderen Wand heraus. Nirgends der tatsächliche Ausgang. Obwohl ich verdammt nah dran bin. Ich sehe und höre es draußen schon – das richtige Leben. Es ist laut, bunt, es riecht nach Meer, nach Stadt, nach Vanille, nach Frühling, es pulsiert und ich kann es fast spüren. Doch die Wände sind noch da und ich renne noch immer davor. Nicht mehr so chaotisch, nicht mehr komplett desorientiert; schon etwas ruhiger, doch ich renne und renne und renne noch immer durch dieses Labyrinth und komme immer wieder an gewisse Gedankenpunkte, die mich einfach nicht in Ruhe lassen wollen. Immer die gleichen, dich mich anschreien.

Der Kopf schreit, die Seele weint.

Immer und immer wieder. Ich weiß nicht, wo ich bin. Ich habe mich verloren und finde nicht den rechten Weg zurück zu mir. Zu mir und meinem Ich, das ich immer stolz durch mein Leben getragen habe. Mein Ich, das mit mir verschmolzen war und auf das ich immer stolz war. Wo bin ich? Wieso sage ich immer noch ja zum Neinsagen? Wieso habe ich noch immer diese Angst vor dem absoluten Kontrollverlust? Wieso versuche ich mir ständig schöne Dinge und Essen zu verbieten, obwohl ich das gar nicht will? Wo ist meine innere Stimme, die mir sagt, dass alles irgendwie gut wird? Ist sie noch da und ich höre sie nur nicht? Wieso habe ich noch immer Angst davor, nicht gemocht, geliebt oder wahrgenommen zu werden? Wieso ist es mir anscheinend wichtig, was und wie andere Menschen von mir denken? War es früher auch nicht. . . nur in normalem/gesunden Maße. Doch ich gebe immer auf die anderen acht – nie auf mich. Warum nur? Wo bin ich? Wo bleibe ich? Ich bin leer. Immer noch einfach leer. Voller Gedanken, doch gefühlt nur leer. Ohne Sinn. Wie komme ich nur hier raus?

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